DIE FAZ EMPFIEHLT DEN KLEINEN KAPITÄN

Tilman Spreckelsen, Redakteur der FAZ, schwärmt von Paul Biegel, dem Großmeister der niederländischen Jugendliteratur: Ein Teppich aus feinem Seemannsgarn. Paul Biegels Trilogie „Der kleine Kapitän“ war jahrzehntelang vergriffen. Jetzt ist sie wieder da: ein Hochgenuss beim Vorlesen und wie geschaffen zum endlosen Weitererzählen.

 

Im Boot mit Heini Hasenfuß

... Wer sie kennt, wird sie lieben: Biegels Kunstgriff, den kleinen Kapitän in den Mittelpunkt zu stellen, aber nie aus dessen Perspektive zu erzählen, trägt schönste Früchte. Gemeinsam mit den Kindern Tonne, Martina und Heini Hasenfuß, die ihn auf seinem Schiff mit dem sprechenden Namen Nieleck begleiten, beobachten wir den schweigsamen kleinen Kapitän, wie er überlegt und seine Entscheidungen fällt und oft lange vor dem Leser die Chancen und Gefahren eines Unternehmens einzuschätzen weiß: Was hat es mit den merkwürdig zahmen Tieren auf der einsamen Insel auf sich? Wie sind die Prüfungen im Land von Wahn und Weisheit (das besser Land der sieben Todsünden hieße) zu bestehen? Welcher Weg führt den glatten Eisberg am Nordpol hinauf? Und wie entkommt man den mordlustigen Töchtern von Vater Blaukrabbe? Dass auch der kleine Kapitän nicht selten danebenliegt, macht ihn menschlich, und dass er ohne Tonne, Martina und vor allem Heini Hasenfuß kein Bein auf den Boden brächte, weiß wohl niemand besser als er selbst ...
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Paul Biegel
Das große Buch vom kleinen Kapitän


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