Beschreibung
«Lass uns raus in die Bucht fahren!» Oskar blickte Ottilie so inständig bittend in die Augen, dass sie ohne zu zögern einwilligte. Mit schnellen Paddelstößen trieben sie das Kanu auf die Mitte der kleinen Wasserfläche hinaus, während sie den Blick nicht von dem majestätischen Wasserfall wenden konnten. Im Näherkommen bemerkte Ottilie, wie der Strom der Fledermäuse über ihnen dichter und dichter wurde. «Guck mal, Oskar, die kommen alle aus der Richtung des Wasserfalls. Sieht fast so aus, als würden sie mitten aus der Gischt herausflattern!»
Oskar war im gleichen Moment wie elektrisiert. Er tauchte das Paddel noch kräftiger ein und flüsterte Ottilie zu: «Wir fahren näher ran. Wenn das wahr ist, dann … !» Ottilie begriff ganz plötzlich. «Du meinst, sie kommen aus dem …? Mensch, du hast Recht, Herr Nüssli hat doch gesagt, sie leben in riesigen Höhlen. Wahnsinn!»
Aufregend, spannend, komisch und voller Überraschungen ist dieser letzte Teil der Geschichte von Oskar und dem Großen Och, der in den Urwald am Amazonas führt. Wie kommt man schnell nach Venezuela? Für Oskar ist es keine Frage, dass er selbst dorthin muss, um seinen Großonkel, Käpt’n Oskar Oskarson, zu befreien. Er und Pro-fessor von Ottenstein sind auf ihrer Suche nach der Goldenen Nuss Banditen in die Falle gelaufen. Natürlich ist bei der Hilfsexpedition auch Oskars Freundin Ottilie mit von der Partie und der Große Och und noch mancher Erwachsene aus der Villa Maroni und der Villa Löwenhaus. Was sie am Ende der strapaziösen, unglaublich abenteuerlichen Reise erwartet, ist atemberaubend. Das hat nicht einmal der Große Och geahnt.
(22.08.08)
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