Beschreibung
Liz Bijnsdorp leidet an MPS, einer multiplen Persönlichkeitsstörung, bei welcher sich der oder die Betroffene nach traumatischen Erfahrungen in mehrere Persönlichkeiten aufspaltet. Diese Persönlichkeiten tragen alle eigene Namen und führen ein Eigenleben, haben aber keinen Zusammenhang und nehmen sich nicht gegenseitig wahr. Sie können einander unvermittelt ablösen, was auf die Umgebung begreiflicherweise unverständlich wirkt. Das Leben von MPS-Betroffenen ist dadurch meist dramatisch und kompliziert.
Liz Bijnsdorp, alias Autorin, beschreibt ergreifend und manchmal schockierend die traumatischen Erfahrungen in ihrer Kindheit, das Verhältnis zu ihrem Ehemann, die Erziehung und Sorge für ihre neun Kinder, die Odyssee von Arzt zu Arzt, von Therapeut zu Therapeut. Sie schildert schonungslos ihre vielen Identitäten, die sie in kaum beschreibbare Grenzsituationen und durch die Welt der Prostitution geführt haben.
Das Buch ist keine Sensationsstory – es ist eine der bemerkenswertesten Autobiographien unserer Zeit! Sie beschreibt wie es ihr gelingt, endlich, durch die Behandlung in der anthroposophischen Bernhard-Lievegoed-Klinik, zu einer Heilung bzw. einem harmonischen Zusammenleben der verschiedenen Personen in sich zu kommen.
Heute hält Liz Bijnsdorp Vorträge und Radiosendungen zum Thema MPS. Außerdem hat sie eine Beratungsstelle für Betroffene gegründet und Selbsthilfegruppen initiiert. Marco van Gerven, Chefarzt der Bernhard-Lievegoed-Klinik in Bilthoven, berichtet in seinem Vorwort, wie er das Abenteuer dieser Begegung erlebte.
(04.11.2010)
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