Der Kampf um das bewegliche Osterfest
Beschreibung
Immer wieder werden vornehmlich von Seiten der Wirtschaft und der Industrie Bestrebungen in Gang gesetzt, durch eine Reform einen starren, allgemeingültigen Weltkalender zu schaffen und das Osterfest auf einen bestimmten Tag festzulegen, mit der Begründung, dass ein geordneter Arbeitsbetrieb in Schule, Gewerbe, Handel und Industrie durch die Beweglichkeit des Osterfestes gestört würde.
Die Grundlagen der Kalenderordnung sind durch die Umlaufrhythmen von Erde, Mond und Sonne gegeben. Seit dem Konzil von Nicäa, bei dem man sich um größtmögliche Annäherung von kosmischer Präzision und irdischer Ordnung bemühte, wird das Osterfest am Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert. Wenn diese kosmischen Bezüge, die als Kraftquellen für Erde und Mensch von höchster Bedeutung sind, außer Kraft gesetzt würden, hätte dies schwerwiegende seelische soziale Folgen.
Wilhelm Hoerner hat sich die Frage der Kalenderreform zu einer Lebensaufgabe gemacht. Seit den fünfziger Jahren hat er unermüdlich bei vielen Organisationen und in zahlreichen Schriften auf die Gefahren eines Kalenderchaos hingewiesen. Er dokumentiert in diesem Buch die diversen Reformanträge und den dramatischen Kampf um das bewegliche Osterfest, wie er seit 1897 zwischen den Kirchen, der Industrie und anderen Interessenverbänden geführt wird.
(21.07.08)
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