Pelle kann alles
Beschreibung
Pelle ist sechs Jahre und ein unternehmungslustiger Lausbub. Er geht grundsätzlich mit vollem Einsatz und viel gutem Willen an die Dinge heran. Komisch nur, dass die Erwachsenen gar nicht immer von seinen Taten begeistert sind. So etwa seine Mutter, wenn er sie (nur so zum Spaß) im Geräteschuppen einsperrt, dann aber den Schlüssel nicht mehr zurückdrehen kann … Oder wenn er – einfach so – mit Max, seinem besten Freund, heimlich mit dem Bus in die große Stadt fährt (und den Rückweg nicht mehr findet). Oder wenn er, weil er so schön ist, kurzerhand einen Fisch aus Max’ Aquarium mitnimmt (der eigentlich dessen Vater gehört) …
Sieben herrliche Vor- und Erstlesegeschichten über einen unerschrockenen und liebenswerten kleinen Welteroberer, flott und originell illustriert.
…Pelle seufzt. Du hast aber auch alles!
Wie meinst du das? fragt Max.
Na ja, du hast Cola und gefüllte Kekse und jetzt auch noch diese Fische. Ich hätte auch gern solche schönen Fische.
Sollen wir einen für dich herausholen? flüstert Max.
Ja! ruft Pelle. Darf man das denn?
Nein, natürlich nicht. Aber wir machen es trotzdem. Max spricht ganz leise.
Ja, das ist spannend. flüstert Pelle.
Max überlegt. Nein, es geht nicht, sagt er, jetzt wieder mit seiner normalen Stimme. Sie gehören meinem Vater.
Einen können wir doch herausholen, oder? Es sind so viele. Er merkt es bestimmt nicht, wenn einer fehlt.
Max überlegt wieder.
Jetzt mach schon. sagt Pelle.
Okay, aber kein Wort darüber zu meinem Vater.
Natürlich nicht. Pelle starrt in das Aquarium. Ich hätte gern den gelben. Der ist am allerschönsten.
Aber nichts verraten, hörst du? Pelle schüttelt den Kopf.
Ehrenwort?
Ehrenwort.
Wir müssen uns aber beeilen, mein Vater kommt gleich nach Hause.
Max holt einen Plastikbehälter aus der Küche. Es ist so ein Behälter, in dem Mama immer den Rest grüner Bohnen aufbewahrt.
Hier kommt er rein ... sagt Max feierlich. Er hält den Behälter schräg ins Wasser und lässt ihn vollaufen. Dann reicht er ihn Pelle. Max schaut kurz durchs Fenster, ob sein Vater schon nach Hause kommt…
Die beiden Pelle-Bücher, hier in einem Band zusammengefasst, haben bereits bei zahllosen Kindern in den Niederlanden die unternehmerische Fantasie ungemein angeregt.
In der Ausgabe April 2009 des Lebensmagazins a tempo besprach Simone Lambert die Literatur für junge Leser.
Hier erhalten Sie einen Einblick in das Buch.
(24.04.09)
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