Der Verlag Urachhaus

Brücken bauen – Menschen verbinden

Am 23. Januar des Jahres 1925 beurkundeten die Priesterin Gertrud Spörri, der Priester Emil Bock und der Buchhändler Ernst Scheiffele die Gründung der Firma Verlag der Christengemeinschaft GmbH, die das Schrifttum der gleichnamigen Bewegung für religiöse Erneuerung veröffentlichte.

Es folgte eine wechselvolle Geschichte mit markanten Einschnitten:
1935 Verbot der Anthroposophischen Gesellschaft im Deutschen Reich.
1936 Umbenennung des Verlages nach der Stuttgarter Urachstraße, wo sich das Verlagshaus befand.
1938 Verbot der meisten Waldorfschulen.
Bis Ende 1942 Zwangsweise Liquidation des Verlages, nachdem die Gestapo am 9. Juni 1941 das Verlagsgebäude gestürmt und den Firmenbesitz inklusive des gesamten Buchbestandes beschlagnahmt hatte.

Am 1. Januar 1946 wurde der Verlag Urachhaus unter amerikanischer Lizenz - zunächst in einem Wohnzimmer - mit einem Stammkapital von privat aufbewahrten 5.000 Reichsmark neu begründet.

1950 zog die neue Firma in das wiedererbaute Haus in der Urachstr.41 um.

Der zunächst »interne« Verlag mit rein christlich orientierten Schriften weitete sich in den Sechziger- und Siebzigerjahren unter der Leitung von Johannes Mayer durch eine neue Konzeption immer mehr auf die verschiedensten Lebensgebiete aus und erreichte eine breitere Öffentlichkeit.

Als Glücksgriff erwies sich die Sichtung des Morgenstern-Nachlasses, der der Christengemeinschaft vererbt worden war, in dem sich unter einer Fülle von teilweise unveröffentlichtem Material z. B. ein Originalbrief Rilkes an den Dichter befand.
Die Idee für die erste vollständige und kommentierte neunbändige Gesamtausgabe der Werke und Briefe Christian Morgensterns, der Stuttgarter Ausgabe war geboren.

Eine weitere tiefe Zäsur ergab sich Mitte der Neunzigerjahre, als deutlich wurde, dass der Verlag in seiner bisherigen Form trotz bester Reputation - immerhin handelt es sich um den zweitältesten anthroposophischen Verlag - nicht überlebensfähig war.
Es kam zur Fusion und Neugliederung zusammen mit dem Verlag Freies Geistesleben als Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus GmbH. Beide Programme werden seitdem selbstständig unter einem Dach geführt und verantwortet. Äußeres Zeichen der neuen Gemeinsamkeit war der Umzug beider Verlage in das neue Domizil in der Landhausstraße, nur wenige Steinwürfe von der Urachstraße entfernt.

1996 übernahm Frank Berger die Leitung des Urachhaus Verlages.

Das Verlags - Logo

In den Sechzigerjahren versuchte man, die Identität und die Ziele des Verlages in eine einprägsame Form zu bringen und wählte das Symbol eines Leuchters, aus dessen Mitte sich eine Flamme erhebt, um die spirituellen Inhalte zu veranschaulichen.

Ein neuer Griff erfolgt in Zusammenhang mit dem 50-jährigen Verlagsjubiläum. Jetzt wurde eine bewusst sachlich-nüchterne Symbolsprache gewählt: das große U, der Anfangsbuchstabe des Namens Urachhaus, eine Mischung aus Buch und Kelch.

In Zusammenarbeit mit dem Künstler und Grafiker Matthew Francis Schmidt ergab sich dann eine Form, die aus den Anfangsbuchstaben des Verlagsnamens, V und U, abgeleitet ist – schwungvoll, dynamisch, markant, gegensätzliche Richtungskräfte sensibel ausbalancierend, Grundfarbe Rot, dabei immer mit Aufbruchcharakter:

Logo Verlag Urachhaus

 

Die Stuttgarter Nachrichten porträtierten den Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus in der Reihe Verlage in Stuttgart am 13.12.2010.

(15.03.2011)

 

 

 


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