Intimes Zwiegespräch
Der mit acht Jahren erblindete Jacques Lusseyran durfte erleben, wie nach dem Erlöschen des äußeren Lichtes eine innere Welt für ihn wahrnehmbar wurde. Fortan nahm er das Leben auf eine andere, vertiefte Art und Weise wahr. Auch die Liebe. In diesem letzten Werk, das erst Jahre nach seinem tragischen, verfrühten Tod erscheinen konnte, führt er mit seiner Frau Marie ein intimes Gespräch, mit rückhaltloser Offenheit und höchster Sensibilität.
Gerade durch die Perspektive eines Blinden werden die Phänomene der Liebe zwischen Mann und Frau in allen ihren Schattierungen, geistig wie sinnlich, neu befragt und beleuchtet. Es ist ein dichtes, sehr persönliches Buch, einmalig in den Voraussetzungen seiner Entstehung und zugleich in seinem Gehalt von allgemeiner, unverminderter Bedeutung. Ein Blinder öffnet uns die Augen für die Liebe.